[2 von 3] Die 11 Kernkompetenzen eines Coaches: Effektives Kommunizieren

Die Art und Weise wie der Coach mit seinem Klienten während des Prozesses kommuniziert, hat einen großen Einfluss auf die Qualität des Coachings, die Effektivität und die Ergebnisse.

In dem heutigen zweiten Teil der Triologie „Die 11 Kernkompetenzen eines Coaches“ erfahren Sie, welche die wichtigen Kernkompetenzen eines Coaches rund um das Thema Kommunikation sind.

 

Kurzer Rückblick: Grundlagen schaffen & Beziehungen gestalten

Innerhalb des ersten Beitrags zu den Kernkompetenzen eines Coaches ging es u.a. um die Arbeitsgrundlagen und um die Beziehung zwischen Coach und Coachee. Denn nur die auf den jeweiligen Klienten zugeschnittene und passende Form der Interaktion ermöglicht es ein optimales Ergebnis aus einem Coaching Prozess heraus zu holen. Ein konkretes Ziel kann hierbei beispielsweise das Lösen einer Blockade im Denken und im Handeln des Klienten sein. Das Lösen einer Blockade hat einen direkten positiven Einfluss auf den beruflichen Erfolg und würde sich ebenfalls positiv auf die Lebensqualität des Klienten auswirken.

Um diese oder auch andere Ziele gemeinsam mit seinem Klienten zu erreichen, setzen wir in der MORITZ Consulting folgende „Kommunikationsregeln“ in der Praxis um:

 

Kategorie C: Effektives Kommunizieren

Kernkompetenz 5: Aktiv Zuhören

Als Einstieg zum Thema „Aktives Zuhören“ folgendes Zitat:

„Ein Coach sollte in der Lage sein, innerhalb eines lebendigen Dialogs feinfühlig auf das zu hören, was sein Klient sagt, was er nicht sagt, wie er es sagt (beschreibend, schildernd, metaphorisch, allegorisch, anklagend, fremdbezüglich, ich-bezüglich, Stimmlage, Melodie), wie er das Gesagte körperlich begleitet.“ (Migge, B., (2014): Coaching und Beratung. 3., Auflage. Weinheim und Basel: Beltz.)

Der Coach sollte ebenfalls in der Lage sein, die Selbstreflexion seines Gegenübers zu fördern. Der Redeanteil des Klienten ist innerhalb eines professionellen Coachings höher als der des Coaches. Ein weiteres Anzeichen für die Professionalität des Coaches ist, dass ein Coach offene Fragen stellt und nicht häufig Aussagen und Interpretationen äußert. Geschlossene und suggestive Äußerungen sollte der Coach ebenfalls unterlassen oder auf ein Minimum beschränken.

 

Kernkompetenz 6: Wirkungsvoll fragen

Fragen stellen im Coaching stellt die wichtigste Interventionsmethode dar. Die Fragen, die der Coach seinem Klienten stellt, sollten in erster Linie nicht dazu führen, dass der Coach mehr Klarheit über seinen Klienten gewinnt, sondern der Klient mehr Klarheit über seine eigene Situation, sein Verhalten und Ähnliches erlangt.

Die Kernkompetenz der wirkungsvollen Fragen lässt sich somit nicht direkt von der Kernkompetenz des aktiven Zuhörens trennen. Wirkungsvolle Fragen sind offene Fragestellungen. Eine wirkungsvolle und offene Fragestellung kann beispielsweise folgende sein: „Was genau wollen Sie erreichen?“ Diese Frage bringt den Klienten in Selbstreflexion und regt ihn zu neuen Gedanken an. Im Gegensatz dazu, zielt eine geschlossene Fragestellung lediglich auf „ja“ oder „nein“ Antworten ab.

 

Kernkompetenz 7: Direkt kommunizieren

„Der Coach wendet diese Fähigkeit an, in der Coachingsitzung klar und effektiv zu kommunizieren, um die größtmögliche positive Wirkung auf den Klienten zu haben.“ (Migge, B., (2014): Coaching und Beratung. 3., Auflage. Weinheim und Basel: Beltz.)

Hierbei ist es interessant, dass diese direkte und klare Form der Kommunikation seine positive Wirkung nur in Nordeuropa und den USA entfalten kann. In weiten Teilen Afrikas, dem sogenannten Orient und Asien, gilt diese Art der Kommunikation als beleidigend und ist somit ein absolutes NO-GO. In diesen Regionen ist es hilfreicher mit Andeutungen, Umhüllungen oder Floskeln zu arbeiten.

Anhand dieses Beispiels zeigt sich der enorme Einfluss von kulturellen Besonderheiten auf Veränderungsprozesse. Dies betrifft, wie in dem Beispiel deutlich geworden, den Veränderungsprozess von einzelnen Menschen und darüber hinaus auch gesamter Unternehmen.

Somit ist die Unternehmenskultur auch innerhalb unserer Beratungen und insbesondere im Changemanagement ein enorm wichtiger Faktor. Ein genauer Blick auf Ihre Unternehmenskultur lohnt sich also. Denn nur wer sich der Kultur im eigenen Unternehmen bewusst ist, sie also erkennt und versteht, kann sie zu einer Strategie und zielunterstützenden Kultur entwickeln.

In meinem nächsten Beitrag, stelle ich Ihnen die abschließenden Kernkompetenzen acht bis elf vor. Hierbei liegt der Fokus auf dem Thema Lernen und darauf welche Kompetenzen ein Coach benötigt, um das Erreichen von Ergebnissen bei seinen Klienten zu fördern.

 

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“

 

– Laotse –

 

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal und bleiben sie neugierig!

Beste Grüße Ihr Moritz Henne

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Führen im Wandel.

Überlassen Sie Ihren Erfolg nicht dem Zufall.

MORITZ HENNE
MORITZ HENNE

Innovationsassistent & Wirtschaftspsychologe

„Umwege erweitern die Ortskenntnis.“
Kurt Tucholsky

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