Unternehmensentwicklung Aufgaben – So gehen Sie es richtig an.

Seit längerem gibt es einen Ansatz in Bezug auf die Führung von Unternehmen und Teams, welcher nun mehr und mehr in den Fokus der Unternehmen und vor allem auch Führungskräfte rückt. Der sinnstiftende Ansatz gibt aus meiner Sicht – in Zeiten, in denen wir so schnell und direkt wie noch nie zuvor, mit Veränderungen konfrontiert werden, als Unternehmen und auch als Menschen selbst – konkrete Handlungsempfehlungen in welchem Rahmen Unternehmensentwicklung zukünftig aussehen kann und welche Aufgaben damit einhergehen.

Wozu gibt es uns eigentlich? Eine Frage, und oftmals keine Antwort.

„Warum arbeiten viele Menschen so hart, um dann nach Disneyland zu flüchten? Warum sind Videospiele beliebter als Arbeit? … Warum verbringen viele Menschen viele Jahre damit, die Rente herbeizusehnen und Pläne für diese Zeit zu schmieden?

 Der Grund dafür ist einfach und desillusionierend. Wir haben unsere Arbeitsplätze zu frustrierenden und freudlosen Orten gemacht, wo Menschen tun, was ihnen gesagt wird. Nur wenige haben die Möglichkeiten, sich bei der Entscheidungsfindung einzubringen und ihre Talente zu nutzen. Als natürlich Folge fühlen sie sich von Aktivitäten angezogen, durch die sie ein gewisses Maß an Kontrolle über ihr Leben ausüben können.“

 

Dennis Bakke

Diese Bestandsaufnahme scheint für Sie auf den ersten Blick zu harsch oder radikal?

Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, dass die Realität in Unternehmen heutzutage oftmals ganz genauso oder aber sogar noch etwas düsterer aussieht. Mitarbeiter führen Dienst nach Vorschrift aus, vergeuden ihre Zeit in endlosen und ergebnislosen Meetings und im Endeffekt ist niemand mit der Situation zufrieden. Weder der Unternehmer bzw. die Unternehmensführung noch die Mitarbeiter.

Meiner Meinung nach liegt das daran, dass über Jahrzehntelang nur ein Ziel im Fokus unseres wirtschaftlichen Handelns stand. Und zwar Rendite, Rendite und nochmals Rendite.

Die Frage wofür man als Unternehmer oder aber auch als Mitarbeiter jeden Morgen aufsteht und zur Arbeit geht wurde nicht einmal im Ansatz gestellt. Darüber wie das WIE der gemeinsamen Zusammenarbeit aussieht bzw. gestaltet wird gar nicht erst zu reden.

Doch die Zeiten ändern sich …

Die alte Denkweise kommt an Grenzen

Wir, in unserer Rolle als Berater, bemerken seit einiger Zeit eine Veränderung in der Denkweise der Unternehmer und Unternehmen. Aufgrund der sich ändernden Anforderungen von Mitarbeitern (die Generationen Y, Z und die „Digital Natives“ drängen mehr und mehr in den Arbeitsmarkt) an die Unternehmen und auch sich verändernde Kundenerwartungen und -wünsche müssen sich die Unternehmen und somit auch die Unternehmensführung wandeln.

Bloße Befehlsentgegennahme und -ausführung funktioniert nicht mehr.

Auch wir als kleines und mittelständisches Unternehmen mit 8 Mitarbeitern (und 6 freien Trainern) sehen uns vor die Herausforderung gestellt, mit den sich verändernden Anforderungen unserer Mitarbeiter, Trainer und Kunden umzugehen.

In der Vergangenheit haben wir bereits viele unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt. Teamworkshops, interne Schulungen oder aber das Festschreiben von Kommunikationsstandards. Verstehen Sie mich an dieser Stelle nicht falsch. Alles haben wir zur damaligen Zeit, mit unserem damaligen Kenntnisstand, nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet und auch versucht umzusetzen. Doch wir sind als Unternehmensführung immer mehr und mehr an Grenzen gestoßen.

„Wenn ein Unternehmen seinen Sinn kennt, dann klopft die Außenwelt mit Möglichkeiten an.“

 

Frederic Laloux

Aus diesem Grund haben wir, in unserem Fall meine Mutter und ich als diejenigen, welche die Geschäfte und somit auch das Unternehmen führen die Frage gestellt. Wozu gibt es unser Unternehmen eigentlich?

Unternehmensentwicklung Aufgaben: Alle ins Boot holen!

Diese vermeintlich einfache Frage haben wir zunächst darüber versucht zu beantworten, indem wir uns zu dem Thema Unternehmenszweck und sinnstiftenden Ansatz belesen haben. Nach einer eingehenden Recherche haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam, mit einem externen Berater / Coachkollegen den Unternehmenszweck zu erarbeiten. Das was am Ende der 4 Stunden herauskam machte für uns anfangs noch Sinn, doch schon nach kurzer Zeit kamen uns Zweifel. Wir stellten den Satz einigen unserer Mitarbeiter/innen vor, welche diesen nur teilweise oder im Ansatz verstanden und bei der Formulierung übereinstimmten.

Doch was war passiert?

An das was wir in allen unseren Seminaren, Coachings und Trainings predigen, haben wir uns selbst nicht gehalten!

Wir waren in der Annahme, – und haben dann in der Folge auch so gehandelt – dass wir unserem Team zu viel „aufbürden“, wenn wir sie nun noch zu einem gemeinsamen Workshop zur Erarbeitung des Unternehmenszweckes einladen. Wir haben in unserer Operative ja schon genug zu tun. Aus diesem Grund wollten wir eine Grundlage erarbeiten, welche wir unserem Team vorstellen.

Doch durch den intensiven Austausch in anderen Projektgruppen und zu anderen Themen ist uns als Unternehmensführung mehr und mehr bewusst geworden. Wir schaffen das alleine nicht. Und zwar nicht, weil wir dafür keine Zeit haben oder uns die Ideen fehlen, SONDERN, weil wir eine sprichwörtlich „beschränkte“ Sichtweise auf unser Unternehmen haben. Wir als Unternehmensführung bestimmen zwar maßgeblich die Ausrichtung und auch den Weg, welchen das Unternehmen geht. Doch auch unsere Mitarbeiter sind Entscheider und somit elementarer Bestandteil unseres gemeinsamen Werkes – der Unternehmung MORITZ Consulting.

Moderne Unternehmensentwicklung – Neue Aufgaben

In den letzten Jahren haben sich unsere Aufgaben als Unternehmensführung bereits stark verändert. Wir befinden uns in einem Wachstumsprozess und aus diesem heraus haben wir Verantwortung für das Unternehmen abgegeben und auf mehrere Schultern im Team verteilt.

Konkret hat sich das in diesem Jahr, 2018, so ausgedrückt, dass wir zu allen Themen, bei denen wir der Meinung sind, dass sie mittel- und langfristige Bedeutung für alle Beteiligten im Unternehmen haben, unser gesamtes Team zu gemeinsamen Workshops eingeladen haben. In diesen Workshops haben wir uns u.a. zu den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder aber auch Innovationen ausgetauscht und diese für uns erarbeitet.

Damit sind wir auch wieder bzw. immer noch beim Thema Unternehmensentwicklung und welche Aufgaben aus unserer Sicht für Unternehmer oder aber Führungskräfte zukünftig mehr und mehr in den Fokus rücken. Anstatt inhaltlich die Richtung vorgeben zu wollen sehen wir unsere Aufgabe vielmehr darin in unserem Unternehmen Räume zu schaffen, an denen sich alle Beteiligten begegnen und zu bestimmten Themen inhaltlich austauschen können. Hierfür spielt vor allem die Unternehmenskultur eine wichtige und entscheidende Rolle (mehr dazu können Sie in unserem Beitrag Was ist Unternehmenskultur? lesen).

 

„Grundregeln bringen gemeinsame Werte auf eine neue Ebene. Sie formulieren die Sichtweise und das Verhalten, die eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung fördern oder verhindern.“

 

Frederic Laloux

 

Für einen konstruktiven und vor allem ergebnisreichen Austausch, sind unserer Ansicht nach, folgende Kriterien hilfreich bzw. unterstützen den Prozess:

– komplette Transparenz über alle im Unternehmen vorhandenen Informationen; das wiederum ermöglicht allen Beteiligten Feedback zu geben bzw. ihre Sichtweise zum Thema einzubringen

– offene, direkte und ehrliche Kommunikation (als Ausdruck von gegenseitigem Vertrauen)

– klare Absprachen mit Vereinbarungen über Verantwortlichkeiten um die weitere Umsetzung zu gewährleisten

Sinnhaftigkeit herstellen: Wie erreichen Sie das?

Die Aufgabe für Unternehmer und / oder Führungskräfte, wie uns selbst, besteht heutzutage vielmehr darin den Menschen in den Unternehmen zu ermöglichen sich mit allem ihrem Wissen und Kompetenzen einzubringen (Ganzheit). Durch das „Zurücktreten“ und somit Freigeben eines Raumes, in dem sich Menschen begegnen und austauschen können, ermöglichen sich für das Unternehmen vielfältige Chancen bestimmte Themen zu bearbeiten und ggf. aus einer komplett anderen Sichtweise zu betrachten.

Diesbezüglich ist einer der „Hauptaufgaben“ von Unternehmern und Führungskräften ein Vor-Bild für die eigenen Mitarbeiter zu sein. Ein Vorbild, aus meiner Sicht, ist jemand, der Werte wie Authentizität und Integrität darstellt, soll heißen, dass nicht nur Dinge erzählt werden, wie man sich zu verhalten hat, sondern mit gutem Beispiel vorangeht.

Hierbei ist es wichtig, dass die Mitarbeiter das Vertrauen spüren Prozesse eigens strukturieren und verändern zu können sodass es zu ihrer Arbeitsweise passt (Selbstführung). OHNE, dass der Unternehmer oder die Führungskraft eingreift oder aber den Weg vorgibt.

Erst, wenn das Zusammenspiel von Ganzheit und Selbstführung funktioniert lässt sich ein Bezug / Zusammenhang zur Sinnhaftigkeit des eigenen Tun’s und dem Unternehmenszweck herstellen.

Gar keine so leichte Aufgabe, wenn Sie mich fragen …

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Unternehmensentwicklung und lassen Sie an unserem Erfahrungsschatz teilhaben.

Paul-Philipp Moritz
Paul-Philipp Moritz

Wirtschaftspsychologe, Strategie- und Organisationsberater, Qualitätsmanager

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Immanuel Kant

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