Strategische Unternehmensentwicklung: Das sollten Sie wissen.

In meinem ersten Beitrag zum Thema Unternehmensentwicklung gehe ich darauf ein wie bisherige Modelle an ihre Grenzen kommen und inwiefern es einem Umdenken in Bezug auf das gemeinsame Miteinander in der Arbeits- und Geschäftswelt bedarf. Dieser Beitrag geht auf ein konkretes Bild ein, wie Organisationen gesehen und verstanden werden können und was das mit strategischer Unternehmensentwicklung zu tun hat.

Unternehmen als dynamische und lebendige Systeme / Gebilde

 

Wir alle kennen das Bild, welches durch die erste Industrierevolution im 19. Jahrhundert, entstanden ist. Die Maschinen geben den Arbeitstakt des Menschen vor und bestimmen diesen maßgeblich. Demnach gibt es die Perspektive in der Organisationen (= Unternehmen) als Maschinen beschrieben und als solche betrachtet werden. Eine sehr beengende Metapher aus meiner Sicht. Denn sie schürt eine Angst (bis in die heutige Zeit), dass der Mensch zukünftig komplett aus der Arbeitswelt verdrängt wird. Und zwar durch Maschinen oder aber etwa Roboter.

Es gibt noch eine weitere Metapher oder wenn Sie so möchten ein weiteres Bild wie Organisationen betrachtet werden können auf die ich eingehen möchte. In dem Beitrag Unternehmensentwicklung – Organisationen neu erfinden“ gehe ich auf die verschiedenen Stufen der Organisations-/Unternehmensentwicklung ein. Eine dieser Stufen ist die postmoderne pluaralistische Organisation. Diese legt den Fokus auf die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Kultur und die Befähigung (Empowerment) ihrer Mitarbeiter, um eine herausragende Motivation dieser zu erreichen. Für diese Stufe wird auch das Bild der Familie verwendet. Doch aus meiner Sicht wird diese Metapher der Komplexität von Organisationen auch nicht in ihrer ganzen Fülle gerecht. Denn wie Sie alle wissen gibt es auch Konflikte in den besten Familien.

„Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

 

Victor Hugo

Bereits während meines Studiums habe ich ein Bild bzw. eine Metapher für Organisationen kennengelernt, welches ich passender und treffender finde, da es die ganze Bandbreite der Komplexität einer Organisation aus meiner Sicht abbildet. Organisationen sind aus meiner bzw. aus unserer Sicht dynamische und lebendige Gebilde. Doch das ist nicht alles! Wir gehen noch einen Schritt weiter. Wir gehen sogar soweit, dass wir sagen, dass Organisationen eine Seele besitzen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Organisationen besitzen eine Seele!

 

Nachhaltige Unternehmensentwicklung: Drei Merkmale

 

Organisationen sind aus unserer Sicht dynamische und lebendige Gebilde und besitzen eine Seele, da die Menschen, die in den Organisationen arbeiten, sie mit ihren Handlungen mit Leben erfüllen. In einem stetig andauernden Veränderungs- und Entwicklungsprozess, wie in der Natur auch, werden immer neue Stufen von Ganzheit, Komplexität und Bewusstsein erreicht. Laloux beschreibt diese Dynamik in seinem Buch „Reinventing Organizations“ als selbstorganisierenden Drang für den es keine zentrale Autorität, welche Befehle gibt und Entscheidungen trifft, benötigt.

Seit einigen Jahren und mit einigen Ausnahmen auch Jahrzehnten bereits gibt es ein Umdenken im Hinblick auf die Gestaltung des gemeinsamen Miteinanders in unserer Arbeits- und Geschäftswelt. In dem o.g. Buch geht der Autor auf viele unterschiedliche Vorreiter und somit Fallbeispiele ein und beschreibt diese im Details.

In der Folge möchte ich mich auf die drei Merkmale (im Buch wird von Durchbrüchen geschrieben) konzentrieren, welche alle der im Buch beschriebenen Organisationen im Hinblick auf eine strategische Unternehmensentwicklung auszeichnen und was das für Sie und Ihre Organisation bedeutet.

  • Selbstführung: Die Organisation funktioniert vollständig ohne Hierarchie. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine Führungsaufgaben ausgeübt und Verantwortung übernommen werden. Ebenso geht es im Rahmen der Entscheidungsfindung nicht immer darum einen Konsens zu finden.

 

  • Ganzheit: Auch auf diesen Punkt gehe ich in dem Beitrag Unternehmensentwicklung – Organisationen neu erfinden“ bereits ein. In diesem Zusammenhang geht es darum, dass der Mensch im Rahmen seiner „Anstellung“ aufgefordert wird sein „begrenztes berufliches Selbst“ einzubringen und andere Teile des Selbst zu vernachlässigen. Rationalität und Emotionalität sollen oftmals strikt voneinander getrennt werden. Doch der Drang als Menschen im Arbeitskontext unsere innere Ganzheit wiederzuerlangen und unser vollständiges Selbst in die Arbeits- und Geschäftswelt miteinzubringen wird immer stärker wie zahlreiche Studien zu den Themen Mitarbeitermotivation, Empowerment oder Sinnstiftende Arbeit zeigen.
  • (Evolutionärer) Sinn / Zweck: Organisationen sind aus sich selbst heraus lebendig und besitzen eine ganz spezielle, dem System innewohnende, Dynamik. Anstatt immer wieder in die Vergangenheit zu blicken und sich nach den „guten, alten Zeiten“ zurückzusehnen oder aber den Blick sofort in die Zukunft zu werfen und versuchen diese zu beeinflussen geht es darum sich mit dem Hier und Jetzt auseinanderzusetzen. Alle Beteiligten einer Organisation werden dazu eingeladen sich einander zuzuhören und zu verstehen was die Organisation ist und werden will sowie welchem Sinn/Zweck sie dienen möchte.

 

Unternehmensentwicklung nachhaltig und langfristig gestalten

 

Wie in vielen Gesprächen mit Kunden und Partnern und auch im Rahmen vieler Beratungsprojekte kommt nun die eigentlich wichtige Nachricht für Sie.

„Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“

 

Heraklit

 

Dieses Zitat von Heraklit bringt es auf den Punkt. Wie in der Natur und somit in der Evolution gibt es niemals feste und ständige Zustände, sondern es handelt sich dabei vielmehr um eine Art Momentaufnahme. Die Entwicklung und damit verbundenen die Veränderung gehen stets und ständig weiter sodass wir neue Formen in der Evolution, oder aber Stufen der Organisationsentwicklung erreichen.

So sehen wir auch strategische Unternehmensentwicklung als einen stetigen Veränderungsprozess an, bei dem es für Organisationen darum geht sich an die sich stetig verändernden Umstände anzupassen und einen bestmöglichen Umgang mit diesen zu entwickeln.

Daran arbeiten wir täglich von Neuem …

Paul-Philipp Moritz
Paul-Philipp Moritz

Wirtschaftspsychologe, Strategie- und Organisationsberater, Qualitätsmanager

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Immanuel Kant

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