Dynamische Unternehmensentwicklung – Grundlagen für Veränderung

In meinem letzten Beitrag Nachhaltige Unternehmensentwicklung: Ein Jahr mit uns habe ich darüber geschrieben, wie wir uns als Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit und nachhaltige Unternehmensentwicklung auseinandergesetzt haben und setzen. Lassen Sie es mich vorab sagen, eines für Unternehmen und Unternehmer entscheidende Kriterium und gleichzeitig Fähigkeit, um mit solchen Prozessen umzugehen, ist Flexibilität.

Denn oftmals wird durch die Auseinandersetzung zu einem Thema ein Stein ins Rollen gebracht, der viele weitere (Reflektions-)Prozesse im Unternehmen auslöst. So auch bei uns. Daher möchte ich Ihnen in diesem Beitrag einen Einblick geben wie wir mit den Informationen, welche mir im Rahmen unserer Maßnahmen bekommen haben, umgehen, um Ideen oder aber auch eine Vorstellung davon zu bekommen eine eigene dynamische Unternehmensentwicklung in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation anstoßen zu können.

Nachhaltigkeit, Digitalisierung & Innovationen: aus 1 mach‘ 3

Mitten in dem Prozess in dem wir uns oder aber auch vielleicht sie als Unternehmen befinden ist es wichtig sich darüber klar zu werden, dass Unternehmensentwicklung nicht einfach von heute auf morgen oder aber sogar auf Befehl geschieht. Wie so vieles im Leben und in der Arbeits- und Geschäftswelt handelt es sich auch hierbei um einen langfristigen Prozess, welcher sich durch verschiedene Phasen auszeichnet.

 

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

 

Antoine de Saint-Exupéry

 

Aus meiner Sicht ist eine umfassende Vorbereitung das A und O für ein wirksames Projekt, aus dem man als Team oder auch Unternehmen mit einem „greifbarem“ Ergebnis rausgeht. Das eine ist die Organisation und Planung mit denen sie als Unternehmer oder aber auch Führungskraft die Rahmenbedingungen hierfür schaffen. Es gibt da allerdings noch einen anderen Punkt, und der spielt aus meiner Sicht eine weitaus größere Bedeutung als diesem oftmals zugeschrieben wird. Und zwar ist es die Einstellung und Haltung, mit der die Beteiligten in solch‘ ein Projekt gehen. Aus meiner Sicht ist es Aufgabe der Person, welche die Idee für das Projekt hatte oder aber für die Gestaltung des Prozesses verantwortlich ist dafür zu sorgen, dass alle Beteiligten mit einem neutralen Mindset in das Projekt gehen. Hierzu zählen u.a. persönliche Vorgespräche um gewisse Unsicherheiten oder aber auch Bedenken zu nehmen und auch auf die „Stimmung“ des Unternehmens zu hören. Haben die Beteiligten in ihrer jeweiligen Situation überhaupt Zeit und Nerven um sich mit einem bestimmten Thema in einer gewissen Tiefe auseinandersetzen zu können. In diesem Zusammenhang spielt die Einladung zu der Auftaktveranstaltung oder dem ersten gemeinsamen Meeting eine besonders entscheidende Rolle. Seien sich dessen bewusst und machen Sie es deshalb nicht einfach mal so im Vorbeigehen auf dem Flur, wie es so häufig passiert.

Sobald dann der „Raum“ (im symbolischen Sinne) für das erste Treffen geschaffen wurde und die Auseinandersetzung mit dem Thema beginnt werden Sie merken, dass oftmals viele weitere Themen angeschnitten werden.

Im Rahmen unserer Workshops zum Thema Nachhaltigkeit sind es vor allem die beiden Themen Digitalisierung und Innovationen gewesen.

Phasen der Unternehmensentwicklung – Der Prozess

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich Ihnen sagen, dass Sie als Projektverantwortlicher „wirklichen“ Einfluss und die Steuerung über den inhaltlichen Prozess nur in der Vorbereitung haben. Mit der Auftaktveranstaltung, egal ob nun durch einen externen Berater moderiert oder durch einen ausgewählten Mitarbeiter oder aber Sie persönlich, geben Sie die Kontrolle über die inhaltliche Gestaltung des Prozesses ab.

UND, das ist auch gut so.

Denn die im Team vorhandenen Kompetenzen und das Wissen übersteigen die Kompetenzen und das Wissen eines jeden Einzelnen. Frei nach dem Zitat von Aristoteles „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ gilt es nun diesen Kompetenzen zur Wirksamkeit zu verhelfen, damit das vorhandene Wissen nutzbar gemacht wird um im Endeffekt greifbare Ergebnisse zu erzielen.

Für unseren konkreten Fall heißt das, dass wir die Themen Digitalisierung und Innovationen in andere Arbeitsgruppen ausgelagert haben. So haben wir zum einen die Arbeitsfähigkeit in der Projektgruppe zum Thema Nachhaltigkeit sichergestellt, da wir uns in dieser ausschließlich auf dieses Thema konzentrieren können. Gleichzeitig haben wir eine Innovationsgruppe gebildet, welche sich im ersten Schritt zur Arbeitsweise in diesem Bereich bzw. der Arbeitsgruppe verständigt hat. Die inhaltliche Gestaltung des Prozesses liegt hierbei in der Verantwortung aller Beteiligten in den Arbeitsgruppen, soll heißen, dass es inhaltlich keinen gibt, der bestimmt wo es lang geht. Für die Steuerung und Gestaltung des Prozesses gibt es jedoch sehr wohl feste Verantwortlichkeiten. In unserem Fall liegt die Verantwortlichkeit bei uns als Unternehmer / Geschäftsführer. Wir sind dafür zuständig den im Unternehmen notwendigen Raum für den Austausch und die Arbeitsfähigkeit in den jeweiligen Gruppen herzustellen UND diesen zu halten bzw. aufrechtzuerhalten.

Aufgaben Unternehmensentwicklung: Prozessverantwortung & inhaltlicher Beitrag

Ich kann Ihnen sagen, dass die Aufgabe des „Raum Haltens“ wahrlich keine einfache Aufgabe ist. Oft ertappe ich mich dabei wie die inhaltliche Auseinandersetzung in einer Arbeitsgruppe in eine andere Richtung geht als ich es mir, in meiner Rolle als Geschäftsführer / Unternehmer, vorgestellt habe. Mir dann immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass ich ein gleichberechtigter Teilnehmer in der Gruppe bin und die inhaltliche Richtung nicht vorgeben kann – DAS ist ein hartes Stück Arbeit. Immer wieder auf’s Neue.

 

„Die Zukunft hat viele Namen: Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte, für die Tapferen ist sie die Chance.“

 

Victor Hugo

 

Die Arbeit in den Projektgruppen über das Jahr hinweg hat mir allerdings gezeigt, dass es funktioniert. Es ist möglich auf der einen Seite die Verantwortung für den Prozess zu haben und gleichzeitig inhaltlich als gleichberechtigtes Mitglied der Gruppe an verschiedenen Themen arbeiten zu können. Die wichtige und für mich entscheidende Erkenntnis ist, dass es allen Beteiligten auch so klar und deutlich vorab, sprich dem eigentlichen Start der Arbeit, kommuniziert wird. Denn dann sind Rollen und Positionen klar definiert und Standpunkte können klar eingeschätzt und „verwertet“ werden.

Dynamische Unternehmensentwicklung: Was heißt das nun konkret?

Derzeit ist der Stand der Dinge bei uns im Unternehmen so, dass wir unterschiedliche Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen offen haben und die parallel arbeiten. Die Prozessverantwortung für die Gestaltung und „Steuerung“ der Arbeitsgruppen liegt bei uns als Geschäftsführung. Wir steuern die Vor- und Nachbereitung als auch die Organisation und Terminierung. Inhaltlich sind jedoch alle in unserem Team, welche die Themen betreffen involviert und aktiv beteiligt.

Das ermöglicht uns innerhalb unserer Treffen einen effektiven und wirksamen Austausch führen zu können. Bei den Themen Digitalisierung und auch Innovationen sind wir bereits große Schritte gegangen. Intensiv setzen wir uns mit der Veränderung unserer eigenen Arbeitsweisen im Unternehmensalltag auseinander und setzen dies Schritt für Schritt um. Ab Ende dieses Jahres steht u.a. die komplette Digitalisierung unserer Buchhaltung und unseres „Finanzwesens“ an. Gleichzeitig haben wir zum Thema ein erstes Meeting zur Erarbeitung unseres Unternehmenszweckes durchgeführt und befinden uns aktuell in der Nachbereitung dieses Treffens und der weiteren Planung und Gestaltung der Arbeitsweise für das kommende Jahr 2019.

Sie sehen also, bei uns ist viel los. Viele Prozesse wurden bereits im Jahr 2018 bei uns angestoßen und viele weitere Aufgaben stehen uns bevor. Das für mich entscheidende um eine dynamische Unternehmensentwicklung aktiv zu betreiben, ist, dass man als Unternehmer / Geschäftsführer in erster Linie auf die Stimmung im Unternehmen hört. Das bedeutet in erster Linie immer wieder zu prüfen, inwiefern alle Beteiligten im Unternehmen und das Unternehmen an sich (wie z.B. operative Prozesse, Auftragslage, Veränderungen in der Struktur, o.Ä.) in der Lage sind sich mit bestimmten Themen in einer gewissen Tiefe über einen bestimmten Zeitraum auseinandersetzen zu können. Denn Schnellschüsse bringen nichts bei Themen mit solch‘ einer Tragweite wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Innovationen, welche entscheidenden Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens haben.

Meiner Meinung nach gilt es ein für das Unternehmen, und die in diesem System bestehenden Gegebenheiten, passendes Tempo für die eigene Unternehmensentwicklung zu finden. Hierzu gehört auch einmal anzuhalten, die Dinge zu betrachten und ggf. seine eigene Perspektive zu verändern …

 

„Wenn wir unseren Blick auf die Dinge verändern, dann verändern sich auch die Dinge, auf die wir blicken.“

 

Wayne Dyer

 

Auch Sie möchten Ihren Blick auf die Dinge ändern? Wir begleiten und unterstützen Sie gerne.

Gerne beraten wir Sie unverbindlich und kostenlos in einem Erstgespräch.

Paul-Philipp Moritz
Paul-Philipp Moritz

Wirtschaftspsychologe, Strategie- und Organisationsberater, Qualitätsmanager

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