Warum Menschen plötzlich führen sollen, ohne jemals gelernt zu haben, wie das eigentlich funktioniert…
Kurz gesagt:
In vielen Unternehmen werden Menschen Führungskraft, weil sie fachlich stark sind – nicht weil sie gelernt haben zu führen.
Das Problem: Fachkompetenz erzeugt nicht automatisch Führungskompetenz.
„Du machst das ab jetzt.“
So oder so ähnlich beginnt Führung in vielen Unternehmen.
- Keine Vorbereitung.
- Keine Orientierung.
- Keine echte Ausbildung.
Sondern:
- mehr Verantwortung
- mehr Sichtbarkeit
- mehr Erwartungen
Und plötzlich heißt es:
„Du bist jetzt Führungskraft.“
Wenn man ehrlich ist, passiert Führung in vielen Organisationen genau so.
- Nicht geplant.
- Nicht entwickelt.
- Sondern eher zufällig.
Führung lernen ohne Ausbildung ist in Unternehmen völlig normal geworden
Das klingt erst einmal hart. Ist aber die normal gewordene Realität.
Menschen werden Führungskraft, weil sie:
- fachlich stark sind
- Leistung bringen
- zuverlässig arbeiten
- Verantwortung übernehmen
Was dabei oft vergessen wird:
Gute Fachkräfte sind nicht automatisch gute Führungskräfte.
Denn Führung bedeutet plötzlich:
- Entscheidungen treffen
- Konflikte führen
- Orientierung geben
- Prioritäten setzen
- Menschen entwickeln
Und genau das wurde vorher meistens nie gelernt.
Ich selbst hatte von Führung überhaupt keinen Schimmer
Reinhard Sprenger
Rückblickend kann ich heute sehr offen sagen: Als ich in unser Unternehmen eingestiegen bin hatte ich zwar:
- ein Studium der Wirtschaftspsychologie
- Berufserfahrung in der Hospitality
- Erfahrungen aus der gehobenen Gastronomie
- unterschiedliche Aus- und Weiterbildungen
Aber von Führung?
Ehrlich gesagt: keine wirkliche Ahnung.
Natürlich hatte ich Vorstellungen davon, wie Führung aussehen sollte.
Allerdings liegt zwischen einer Vorstellung von Führung und echter Führungsrealität ein gewaltiger Unterschied.
Und genau das erleben viele Menschen zum ersten Mal, wenn sie plötzlich Verantwortung für andere übernehmen.
Das eigentliche Problem: Erwartungen ersetzen keine Anforderungen
Ein zentraler Fehler vieler Unternehmen liegt genau hier.
Es existieren:
- Erwartungen
- Hoffnungen
- Annahmen
Aber keine klaren Anforderungen an Führung.
Das Problem dabei ist, Erwartungen (eigene oder auch an andere) können nur enttäuscht werden.
Warum?
Weil sie häufig:
- unausgesprochen sind
- emotional geprägt sind
- nicht konkret definiert werden
Und genau dadurch entsteht Unsicherheit – auf beiden Seiten.
Erwartungen vs. Anforderungen: Der entscheidende Unterschied

Das klingt zunächst theoretisch.
Ist im Führungsalltag aber extrem relevant.
Denn viele neue Führungskräfte wissen überhaupt nicht:
- was genau von ihnen erwartet wird
- welche Verantwortung sie tragen
- welche Rolle sie eigentlich ausfüllen sollen
Neue Führungskräfte brauchen Orientierung, keine Überforderung
Viele Unternehmen und auch die jeweiligen Vorgesetzten gehen davon aus: „Die Person wächst schon rein.“
Teilweise stimmt das auch.
Aber häufig passiert stattdessen:
- Überforderung
- Unsicherheit
- Selbstausbeutung
- ständiges Absichern
- permanentes Reagieren statt Führen
Nicht weil Menschen ungeeignet sind, sondern weil ihnen eine haltgebende Struktur fehlt.
Führung entsteht nicht automatisch mit einer Position
Oder anders gesagt. Nicht die Rolle folgt der Kompetenz, sondern die Kompetenz folgt der Rolle.
Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt, so war es zumindest bei mir.
Eine Führungsposition verändert zunächst:
- Verantwortung
- Sichtbarkeit
- Erwartungshaltung
Nicht automatisch aber:
- Klarheit
- Kommunikation
- Konfliktfähigkeit
- Selbstführung
- Entscheidungsfähigkeit
Und genau deshalb erleben viele neue Führungskräfte einen enormen inneren Druck.
Nach außen sollen sie Orientierung geben.
Innerlich suchen sie selbst noch danach.
Was neue Führungskräfte wirklich brauchen
Aus meiner Sicht sind drei Dinge entscheidend:
1. Klare Anforderungen an Führung
Nicht:
„Mach das einfach gut.“
Sondern:
- Welche Verantwortung gehört zur Rolle?
- Welche Entscheidungen müssen getroffen werden?
- Was bedeutet gute Führung konkret (für mich selbst, für mein Team, für das Unternehmen)?
2. Werkzeuge statt Bauchgefühl
Führung darf kein Rätsel sein.
Neue Führungskräfte brauchen:
- Gesprächsstrukturen
- Entscheidungslogiken
- Priorisierungshilfen
- Konfliktwerkzeuge
3. Reflexionsräume
Führung entsteht nicht nur durch Wissen.
Sondern durch:
- Reflexion
- Erfahrung
- Austausch
- Feedback
Deshalb arbeiten wir in unseren Leadership-Programmen bewusst mit:
- Peer-Groups
- Supervision
- Praxisreflexion
- konkreten Alltagssituationen
Warum Learning by Doing allein nicht reicht
Natürlich lernt man Führung auch durch Erfahrung.
Das Problem?
Reines Trial-and-Error-Lernen kostet enorm viel Energie.
Und oftmals:
- Vertrauen
- Motivation
- Teamdynamik
- Gesundheit
Deshalb ist die bessere Frage nicht:
„Kann man Führung lernen?“
Sondern:
„Warum überlassen so viele Unternehmen Führung dem Zufall?“
Führung ist kein Talent. Sondern ein Handwerk.
Diesen Satz sagen wir bewusst oft, weil er wichtig ist.
Denn viele Menschen glauben: entweder man kann führen oder man kann es nicht.
Unsere Erfahrung zeigt etwas anderes.
Führung entsteht durch:
- Klarheit
- Struktur
- Reflexion
- Verantwortung
- bewusste Entwicklung
Warum das Thema heute wichtiger ist denn je
Unternehmen verändern sich:
- schneller
- komplexer
- dynamischer
als jemals zuvor.
Und genau dadurch steigen die Anforderungen an Führung massiv.
Gleichzeitig fehlen in vielen Unternehmen:
- klare Führungsleitbilder
- Entwicklungswege
- definierte Rollen
- systematische Führungsausbildung
Das Ergebnis:
- operative Überlastung
- Unsicherheit
- steigende und oftmals ungelöste Konflikte
- fehlende Verantwortung
Unser Fazit?
Führung lernen ohne Ausbildung ist in vielen Unternehmen Alltag.
Das Problem ist nicht, dass Menschen führen sollen.
Das Problem ist, dass ihnen niemand zeigt, wie.
Und genau deshalb braucht Führung:
- Orientierung
- Werkzeuge
- Reflexion
- Entwicklung
Nicht irgendwann, sondern von Anfang an.
Und jetzt? Was mache ich nun?
Wenn Sie gerade neu in Führung sind oder Führungskräfte in Ihrem Unternehmen entwickeln möchten, lohnt sich ein strukturierter Blick auf die Anforderungen hinter der Rolle.
Genau dafür haben wir unser Leadership Programm entwickelt.
Dort arbeiten wir praxisnah an:
- Führungsverständnis
- Kommunikation
- Selbstführung
- Entscheidungsfähigkeit
- Konfliktkompetenz
- Rollenklärung
Nicht theoretisch.
Sondern orientiert an der echten Führungsrealität.
Lernen Sie jetzt unser Leadership Programm kennen, etwa im Rahmen einer unserer kostenfreien Webinare.
FAQ: Häufige Fragen zum Thema "Führung lernen"
Kann man Führung lernen?
Ja. Führung ist keine angeborene Fähigkeit, sondern entwickelbar. Entscheidend sind Reflexion, Praxis und klare Werkzeuge.
Warum werden viele Führungskräfte nicht vorbereitet?
Weil Unternehmen häufig Fachkompetenz mit Führungskompetenz verwechseln und Führung „mit der Rolle“ entstehen soll.
Was brauchen neue Führungskräfte am meisten?
Orientierung, klare Anforderungen, Feedback und konkrete Werkzeuge für den Führungsalltag.
Warum scheitern viele neue Führungskräfte?
Nicht wegen fehlender Motivation, sondern wegen fehlender Klarheit und fehlender Unterstützung.




